Mittwoch, 4. April 2018

Video: Organdiebstahl durch Terroristen in Ost Ghoutha

Von Vanessa Beeley
Übersetzt von wunderhaft




4. April 2018, Hands Off Syria
Eine Frau aus Kafr Batna berichtet über das Leid sowie über die Angst und Sorgen unter der Kontrolle der Terroristen:

"Die Terroristen hatten sich angewöhnt unsere Kinder wegen ihrer Körperteile zu entführen. Sie haben ein 5-jähriges Mädchen entführt. Drei Tage später fand man ihren Leichnam dem die Organe entfernt worden waren."

Junge Frau:
"Ich habe üblicherweise Kinder darum gebeten uns Lebensmittel für meine Mutter einzukaufen. Aber sie sind genau vor unserer Haustür von Terroristen entführt worden.

Ein fünfjäriges Mädchen wurde in Gegenwart ihrer Schwester von einem verdeckten Jabhat Nusra-Kämpfer verschleppt. Drei Tage später hat man ihren Körper in einem Container in der Nähe des Tuberkulose-Hospitals gefunden. Ihre Familie hat sie dort mit ausgeweideten Organen aufgefunden.

Ein anderes Kind ist ebenfalls entführt worden, als ihr Mutter eine Krankenschwester darum gebeten hatte eine Weile auf sie Acht zu geben, um Wasser für sie zu holen. Als die Mutter zurückkam, war ihr Kind bereits verschwunden. Auch ihr sind die Organe entnommen worden.

Wir haben uns nicht sicher gefühlt, während wir mit unseren Kindern auf der Straße waren. Ich hätte mich nicht sicher gefühlt, wenn ich meine Mutter allein zu Hause gelassen hätte. Mein Mann ist durch eine von ihnen plazierte Mine getötet worden. Mein Mann sagte zu mir, daß er sein Mobiltelefon reparieren lassen wolle. Er nahm die Straße, die nach Jesrin führt. Alle Straßen sind vermint gewesen."

Journalistin:
"Wen meinen Sie mir sie?"

Junge Frau:
"Die Freie Syrische Armee, und den Namen der zweiten Gruppe kenne ich nicht genau. Sie haben alle Straßen vermint. Mein Mann hatte keine Ahnung davon. Sie haben sämtliche Gewölbe vermint, um, für den Fall, daß sie in die Stadt einrücken würde, die Armee in die Luft zu sprengen, während die Bevölkerung in ihren Häusern blieb. Es sind viele Menschen getötet worden. Ich habe nach meinem Mann gesucht, konnte jedoch nichts über seinen Verbleib in Erfahrung bringen. Schließlich habe ich ein Photo von ihm auf Facebook gesehen. Ich bin aufgefordert worden ihn zu identifizieren. Als ich sein Bein gesehen habe, war ich sicher, daß er es war. Aber mir ist nicht erlaubt worden seinen Körper zu sehen oder seinen Begräbnisort zu erfahren. Alles was ich sah, war sein Gesicht."

Journalistin:
"Wie geht es Ihrer Mutter?"

Junge Frau:
"Mein jüngerer Bruder ist fünf Mal entführt worden. Bewaffnete Männer haben unser Haus gestürmt und um sich geschossen. Mein Bruder hat nichts Unrechtes getan. Er hat als Beamter in der Gasfabrik gearbeitet. Aber sie haben ihm vorgeworfen mit dem Staat zu kollaborieren. Jedem, der in der Hauptstadt gearbeitet hat, haben sie vorgeworfen dem Staat zu kollaborieren. Sie haben alle abgeschlachtet. Sie haben meinen Bruder beschuldigt als Kollaborateur für den syrischen Geheimdienst zu arbeiten und ihn deshalb als Geisel genommen.

Meine Mutter hat aus Trauer um die Behandlung meines Bruders fünf Schlaganfälle erlitten. Mir ist verboten worden sie zu füttern. Ich hatte kein Geld, um meine Mutter zu versorgen. Ich habe sie darum gebeten meine Mutter zu versorgen,  als sie meinem Bruder verboten haben zur Arbeit zu gehen. Aber sie sagten, damit hätten sie nichts zu tun, und daß ich meine Mutter selbst versorgen müsse. Sie hatten meinem Bruder verboten zur Arbeit zu gehen, aber ich konnte meine Mutter nicht versorgen. Sie haben uns als Geiseln genommen.

Seit die Syrische Armee in die Stadt eingezogen ist, können wir wieder ruhig schlafen. Es ist viel besser als zuvor. Möge Gott sie beschützen.Vorher konnte ich meine Kleider nicht in Sicherheit wechseln, doch jetzt fühle ich mich sicher, weil sie uns schützen – im Gegensatz zu vorher.

Wir hatten große Angst, weil so viele Menschen entführt worden sind. Viele sind ungerecht behandelt worden. Wer sich über die Sicherheit geäußert hat, ist er als Kollaborateur bezeichnet und verschleppt worden.

Jetzt fühlen wir uns sehr sicher und beschützt – Gott sei Dank! Wir alle haben Lebensmittel und Wasser. Gott sei Dank!


Quelle: https://youtu.be/31ZIjO3I-iQ

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