Samstag, 16. Dezember 2017

Zionismus im Widerspruch zu Menschenrechten und universeller Gerechtigkeit: Israels Justizministern, Ayeket Shaked sagt die Wahrheit

Von Dr. Ludwig Watzal
Übersetzt von wunderhaft / vom Autor redigiert und genehmigt



5. September 2017, Global Research
Justizministerin Ayelet Shaked
Nun ist es ausgesprochen! Der Zionismus widerspricht nicht  nur den Menschenrechten, sondern auch der universellen Gerechtigkeit. Der Zionismus steht über allem. Niemand anderes als die israelische Justizministerin, Ayelet Shaked, sagte das auf einer von der Israeli BAR* Association (Juristenvereinigung) in Tel Aviv organisierten Konferenz.[1] Der Journalist, Gideon Levy, von Haaretz nennt sie "Israels Ministerin der Wahrheit".[2] Die rechtsextreme zionistische Ideologie leugnet die Menschenrechte.

Shaked und Ihresgleichen waren sehr kritisch gegenüber dem israelischen Obersten Gerichtshof. In ihrer Rede kritisierte sie das Gericht dafür, dem Zionismus sowie der jüdischen Mehrheit ungenügende Beachtung zu schenken. Der Zionismus und die Herausforderungen, denen das Land gegenüberstehe, sind zu einem blinden Fleck geworden, die, im Vergleich zu Individualrechten, keine bestimmte Gewichtung haben. Nach ihren Worten sollte der Demographie und der jüdischen Majorität mehr Aufmerksamkeit zukommen.

"Der Zionismus sollte nicht weiterhin, und ich sage hier, er wird nicht weiterhin das System der Individualrechte beugen, indem er diese auf eine universelle Art interpretiert, die sie von der Geschichte der Knesset und der Geschichte der uns allen bekannten Rechtsordnung trennt.", sagte Shaked.

Die Regierung Netanyahu forciert das kontroverses "Gesetz eines Nationalstaats", das Israel zu einer "nationalen Heimat der Juden" macht, zu einem Staat, in dem nur sie das Recht auf Selbstbestimmung haben. Shaked betrachtet nationale und zionistische Werte als "absolute Wahrheit".

Kritiker des Zionismus haben gesagt, dass der Staat Israel keine Demokratie ist, weil er die nicht-jüdischen Einwohner dafür diskriminiert, keine Juden zu sein. Das israelische politische Establishment gibt vor, dass Israel ein "jüdischer und demokratischer" Staat sei. Avram Burg, der ehemalige Sprecher der Knesset, des israelischen Parlaments, nannte das ein "Oxymoron", einen Widerspruch in sich. Von Beginn an hatten die Kritiker des pseudo-demokratischen Charakters von Israel einen schweren Stand; "Anti-Zionisten", "Anti-Semiten" oder "selbst hassende Juden" werden geächtet. Kritiker, wie Oren Yiftachel, Professor an der Ben Gurion University, nennen Israel eine "Ethnokratie".

Shaked gehört der nationalistischen Partei, "Jüdisches Heim", von Naftali Bennett an. Diese Partei hat den Zionismus gemeinsam mit der rechtsradikalen Siedler-Bewegung gekapert und ihn in eine nationalistische, rassistische und faschistoide Ideologie verwandelt. Unter Josef Burg, dem langjährigen israelischen Innenminister, war die "Nationalreligiöse Partei" ein religiös-liberale, konservative Partei.

Die israelische Rechte pflegt eine klaustrophobe Weltanschauung, sprich, die ganze Welt ist gegen uns, und der nächste Holocaust lauert schon an den nächsten Ecke. Das jüngste Beispiel ist die BDS-Kampagne*, die vom zionistischen Establishment und den weltweit agierenden zionistischen Lobbygruppen als existentielle Bedrohung betrachtet wird, die mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, auch auf Kosten der Meinungsfreiheit, zu bekämpfen sei. In den Vereinigten Staaten und anderen europäischen Ländern, wie Deutschland, drehen die zionistische Israel-Lobby und ihre philosemitischen Helfershelfer durch.

Alle sollten Shaked dankbar sein. Schließlich hat sie das wahre Gesicht des Zionismus offenbart, welches alle bereits kannten, die die Welt nicht durch rosarote Brillen betrachten, wie die so genannten zionistischen Linken der Arbeiter Partei oder der ehemaligen Meretz Partei. Sie waren es, die die Ungerechtigkeiten, den Rassismus, das Besatzungsregime und das Apartheidsystem über Jahrzehnte gerechtfertigt haben. Sie sind, im Gegensatz zu den Likudniks, die so genannten "guten Israelis", die nicht über die Shakeds, Bennets, Libermanns und Ihresgleichen reden.

Die Entzauberung des wahren Gesichts des Zionismus durch Shaked und Gideon Levy wird von so genannten liberalen Zionisten, wie Ravit Hecht, wegen der von ihm geforderten massiven Widersprüche gewürdigt.[3] Laut ihren Worten "geht ein Duft wahrer Liebe von Levys Text an seine aufrichtigen, tapfere Prinzessin aus". Hecht ist bemüht, den wahren Zionismus zu erhalten, weil das, was Levy und seinesgleichen zu verteidigen suchen, eine "sadistische Verzerrung" darstellt. Mit der Andeutung, dass Levy und andere die Führung von Shaked und ihren konservativen Kollegen bei den Likudniks bevorzugen, liegt Hecht falsch. Levy lobt Shaked nur dafür, die Wahrheit über den wirklichen Zionismus auszusprechen, der anti-demokratisch, rassistisch und anti-liberal ist.

Wenn der Zionismus zu einem "blinden Fleck im Gesetz" geworden ist, wie steht es dann mit dem Judaismus? Hat der Zionismus den Judaismus, auf den er zurückgeht,  pervertiert und gekapert? Der Zionismus ist eine Form des von pseudo-jüdischer Rhetorik übertünchtem Nationalismus. Die Zionisten benutzen die jüdische Religion als Fassade zur Legitimation ihres rassistischen und expansionistischen Kolonialismus. Das wahre Problem dieser Ideologie liegt im Zionismus selbst. Um sich dieser Probleme zu entledigen, muss Israel den Zionismus loszuwerden.

Die zionistischen Eindringlinge wollen diesen Konflikt als einen zwischen Muslimen und Juden darstellen, was falsch ist. Jüdisches Leben hat in muslimischen Ländern geblüht, bis in Palästina die Zionisten auf der Bühne erschienen sind. Erst danach hat der Konflikt begonnen. Das einzige Ziel der Zionisten besteht darin, Palästina zu übernehmen und so viele Palästinenser wie möglich loszuwerden. Die  Farce hat mit Religion nichts zu tun und sollte von der internationalen Gemeinschaft zurückgewiesen werden. Die Palästinenser sind Opfer einer rassistischen Bewegung, die so weit von Religion entfernt ist wie die Erde vom Mond.

Das sind die wahren Probleme, denen der Zionismus gegenübersteht, und Levy weiß das. Deshalb hat Levy Shaked gelobt. Sie ist diejenige, die der Welt das tatsächliche Gesicht des Zionismus gezeigt hat. Die Internationale Gemeinschaft sollte Israel auffordern, zu einem Vertreter der liberalen Demokratie für all seine Einwohner zu werden. Eine Konsequenz hieraus könnte ein internationaler Boykott des Staates Israel sein.
Quellenangaben:

[1] http://www.haaretz.com/israel-news/1.809617

[2] http://www.haaretz.com/opinion/1.809867

[3] http://www.haaretz.com/opinion/1.810167

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Der freie Journalist und Autor ,Dr. Ludwig Watzal, studierte Politikwissenschaften am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin (Dipl. Pol.), Internationalen Beziehungen an der University of Pennsylvania in Philadelphia (M.A.),  Philosophie an der Hochschule für Philosophie S. J. in München (M.A.) und Katholische Theologie in Würzburg. Ludwig Watzal war  Wiss. Mitarbeiter für Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen an der Universität der Bundeswehr in München, wo er zum Dr. phil. promoviert worden ist. Die weiteren Stationen seines beruflichen Werdegangs und seiner Arbeit sind seinem Lebenslauf zu entnehmen. 


Quelle: http://www.globalresearch.ca/zionism-contradicts-human-rights-and-universal-justice-israels-justice-minister-ayelet-shaked-speaks-the-truth/5607452 

Die mit einem * versehenen Links wurden zusätzlich eingefügt.

Zuletzt editiert: 14. Februar 2018, 17:50 Uhr

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