Donnerstag, 18. Mai 2017

Tic Tac Toe: Eine Methode zum Nachweis physikalisch nicht erklärbarer persistenter Kondensstreifen

Am Morgen des 16. Mai 2017 bot sich mir, als ich gegen 05:40 Uhr den Sonnenaufgang betrachtet habe, dieses Bild:

 

Wer meint, daß es sich bei den hellen Streifen um Kondensstreifen gehandelt hat, irrt.

Zwei Stunden später, zwischen 07:00 Uhr und 08:00 Uhr, sah der Himmel über mir dann so aus:





Und auch hierbei kann es sich meines Erachtens nicht um "Kondensstreifen" gehandelt haben, da deren Entstehung, laut der wissenschaftlich anerkannten thermodynamischen Theorie, neben anderen Parametern, eine Grenztemperatur von mindesten -40o C sowie eine hohe relative Luftfeuchtigkeit von ca. 80% voraussetzt, und diese atmosphärischen Bedingungen bezüglich der Luftfeuchtigkeit während des Beobachtungszeitraums wahrscheinlich auch kurzfristig nicht annähernd gegeben waren.

Der Deutsche  Wetterdienst läßt zwei Mal täglich an verschiedenen Standorten in Deutschland Wetterballons aufsteigen und sendet die so ermittelten Daten an die University of Wyoming, welche diese dann veröffentlicht. Auf diese Weise kann jeder überall prüfen, ob die Voraussetzungen für durch Flugzeuge verursachte persistente Kondensstreifen in beliebig ausgewählten Zeiträumen gegeben waren oder eben nicht.

Die beiden für den Spessart relevanten Datensätze der Standorte Idar Oberstein, Stuttgart Schnarrenberg, Meiningen und Kümmersbruck vom 16 Mai 2017 lassen vermuten, daß am zwischen 05:30 Uhr und 09:00 Uhr die Luftfeuchtigkeit in der für Düsenflugzeuge üblichen Flughöhe von 8-12 Kilometern ähnlich gering war wie zum Zeitpunkt der Messungen, und hiernach die Entstehung von Kondensstreifen, allein der deutlich zu niedrigen Luftfeuchtigkeit wegen, ausgeschlossen werden kann.


Quellen:
Weiterführende Beiträge:
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