Mittwoch, 30. November 2016

Erdogan: Zum Teufel mit Putin, das Ziel der Türkei ist die Eroberung von Damaskus und die Gründung eines Marionettenstaats

Von GPD / via RT
Übersetzt von wunderhaft


[Anm: Auf die Kritik eines Lesers habe ich den ursprünglichen, etwas derberen Titel geändert.]


Der mit "Trump Junior" geschlossene Vertrag betrügt Rußland und demütigt Putin



Anmerkung des Herausgebers: Das ist die Politik Trumps. Die angekündigte Zusammenarbeit mit Assad und Rußland ist, wie wir vor Monaten vorhergesagt haben, hinfällig. Bei einem Treffen mit türkischen Repräsentanten verspricht Trump Junior die volle Unterstützung der NATO gegen Russland und Assad und wirft die Zusammenarbeit mit Rußland über den Haufen.
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29. November 2016, Russia Today
Recep Tayyip Erdogan hat gesagt, daß die türkische Armee in Syrien einmarschiert ist, um die Herrschaft von Präsident Bashar al-Assad zu beenden, den er des Terrorismus bezichtigte und ihm vorwarf schuld an tausenden Toten zu sein.

Wie die Tageszeitung Hurriyet berichtete, sagte der türkische Präsident auf dem ersten inter-parlamentarischen Jerusalem Symposium in Istanbul: "Wir sind (in Syrien) einmarschiert, um die Herrschaft des Tyrannen al-Assad zu beenden, der mit Staatsterror terrorisiert. Aus keinem anderen Grund (sind wir einmarschiert)."

Erdogan sagte, daß die Türkei keine territorialen Ansprüche in Syrien habe, aber stattdessen der syrischen Bevölkerung die Macht übergeben will und fügte hinzu, daß Ankara versucht "das Recht" wiederherzustellen.

‘Seid Euch Eurer Grenzen bewußt!´, erinnert Erdogan das EU-Parlament, das die Türkei betreut

"Warum wir dort einmarschiert sind? Wir haben kein Auge auf syrischen Boden. Es geht darum das Land seinen wahren Besitzern zu übergeben. Wir sind sozusagen für die Einführung des Rechts dort", sagte er.

Er fuhr fort zu sagen, daß "nach seiner Schätzung" fast 1 Million Menschen in dem Konflikt in Syrien gestorben sind, obwohl keine Beobachtergruppe ähnliche Angaben macht. Die letzte Schätzung der Vereinten Nationen (VN) beläuft sich auf 400.000 Opfer in seit fünf Jahren dauernden Bürgerkrieg.

Erdogan sagte, daß die Türkei das unendliche Töten von Zivilisten nicht länger "ertragen" konnte und "gemeinsam mit der Freien Syrischen Armee in Syrien einmarschiert mußte".

Auch beschuldigte der türkische Führer die VN der Unfähigkeit auf die Situation in Syrien Einfluß zu nehmen und sagte, daß die Organisation in ihrem derzeitigen Zustand ineffektiv sei.
Wie von Hurriyet berichtet, sagte er, "die Welt besteht aus mehr als Fünf", wobei er sich auf die Anzahl der ständigen Mitglieder im VN-Sicherheitsrat bezog.
Türkische Truppen marschierten am 24. August in Syrien ein und begannen mit der Operation "Euphrats Schild". Die Türkei stationierte Bodentruppen und  Luftstreitkräfte in den nördlichen Teilen seines Nachbarlandes ein, mit dem erklärten Ziel der Rückeroberung der vom Islamischen Staat (IS vormals ISIS/ISIL) besetzten Gebiete.

Nach Meinung vieler Beobachter, allerdings, beabsichtigt Ankara die kurdischen Kräfte in Syrien zu unterdrücken und sie davon abzuhalten die drei de facto autonomen kurdischen Gebiete in eine Enklave südlich der türkischen Grenze zusammenzuschließen.

Im Oktober hat die türkische Luftwaffe, mit 26 in nur einer Nacht durchgeführten Luftangriffen, zwischen 160 und 200 Kämpfer der kurdischen YPG-Miliz getötet. Die türkische Militäraktion führte außerdem zu wachsenden Spannungen mit der Regierung Assads.

Am 22. Oktober war Ankara gezwungen die Luftunterstützung seines Feldzugs in Syrien zu beenden, nachdem Damaskus mit dem Abschuß türkischer Militärflugzeuge in syrischem Luftraum gedroht und die Türkei der Verletzung der terretorialen Souveränität des Landes beschuldigt hat.

Die Türkei beschuldigte im Gegenzug die Syrische Armee des Angriffs auf Kämpfer der FSA in der nördlichen Provinz Aleppo.

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