Freitag, 14. Oktober 2016

Piloten der Royal Air Force wurde angeordnet "feindliche" russische Jets über Syrien abzuschießen

Von Tyler Durden
Übersetzt von wunderhaft


13. Oktober 2016, zerohedge.com
Wie die Vereinigten Staaten offiziell dem Feldzug gegen den Jemen beigetreten sind, scheint das Vereinigte Königreich bereit und willens zu sein ein katalytisches Ereignis herbeizuführen, aus dem es kein Zurück mehr gibt. Während die Beziehungen zwischen Rußland und dem Westen auf, nach dem kalten Krieg unerreichten, Tiefs befinden und sich rapide weiter verschlechtern, wurde Piloten der Royal Airforce (RAF) die Anordnung erteilt russische Miltätjets bei Einsatzflügen über Syrien und dem Irak abzuschießen, wenn sie von ihnen bedroht werden. Diese Entwicklung geht mit Warnungen einher, daß das Vereinigte Königreich (VK) und Rußland sich nun "einen Schritt näher" am Krieg befinden, berichtete die Sunday Times.

Während die Tornado-Piloten der RAF instruiert worden sind bei Einsätzen für die Operation Shader, dem Codenamen für die Arbeit der RAF gegen ISIS im Irak und in Syrien, den Kontakt zu russischen Flugzeugen zu vermeiden, sind ihre Flugzeuge mit Luft-Luft-Raketen bestückt und den Piloten grünes Licht für ihre Verteidigung gegeben worden, falls sie von russischen Piloten bedroht werden.



"Das erst was ein britischer Pilot tun wird, ist eine Situation, die einen Luftkampf wahrscheinlich macht, zu vermeiden – sie meiden einen Luftraum, in dem russische Aktivität herrscht", erzählte eine ungenannte Quelle der Permanent Joint Headquarters (PJHQ) des VKs der Sunday Times. "Wenn aber ein Pilot unter Beschuß gerät oder glaubt unter Beschuß zu geraten, kann er sich selbst verteidigen. Wir befinden uns nun in einer Situation, in der ein einzelner Pilot, unabhängig von seiner Nationalität, einen strategischen Einfluß auf künftige Ereignisse haben kann."

Heikel ist hierbei die Formulierung, "wenn er glaubt unter Beschuß zu sein" – weil dies die Eröffnung des Feuers zu einer Funktion der zeitnahen Risikobewertung in Streßsituationen macht, mit der sich die Wahrscheinlichkeit des gegenseitigen Beschusses zweier Kampfflugzeuge deutich erhöht hat.

Die Tornados der RAF werden mit modernen wärmegesteuerten Luft-Luft-Raketen vom Typ Asraams, die auch AIM-132 genannt werden, bewaffnet, wie die IBT hinzufügt. Diese Waffen, mit einem Stückpreis von £200,000, haben eine längere Reichweite, als andere Luft-Luft-Raketen, was den RAF-Piloten erlaubt feindliche Flugzeuge abzuschießen, ohne selbst ins Visier zu geraten.

Nach einem Bericht der Sunday Times sagten Regierungsbeamte zu einer Beurteilung des britischen Verteidigungsministeriums, welche der Eskalation, wenn auch nur lückenhaften, Schutz gewährt: "Es dauerte sechs Tage, bis Rußland ISIS, wenn überhaupt, angegriffen hat. Ihre Luftschläge richteten sich auch gegen moderate Oppositionsgruppen, die ihre Regionen gegen ISIS verteidigt haben. Unter den getroffenen Zielen befanden sich drei Feldlazarette." In den vergangenen 24 Stunden erklärte das russische Verteidigungsministerium, daß es die Luftangriffe auf Stellungen des IS in Hama, Idlib, Latakia und Rakka fortgesetzt hat. Als deren Folge berichtete es über die "komplette Zerstörung" von "53 befestigten Gebieten und  Waffenstützpunkten mit militärischen Anlagen", sieben Munitionsdepots, vier Feldlazaretten der "Terroristen", einer Kommandozentrale und Artillerie- sowie Mörser-Batterien.

Rußland hat entgegnet, daß die Luftangriffe der Vereinigten Staaten dabei versagten ISIS großen Schaden zugefügt haben und, wie im vergangenen Monat berichtet, ein "versehentlicher" Luftangriff der VS-Koalitionstruppen, in der Absicht Rußland der Provokation eines Krieges zu beschuldigen, über 60 syrische Soldaten getötet hat.

Der Bericht der Sunday Times zitierte eine Quelle aus dem Verteidigungsministerium mit den Worten: "Bisher wurden die Tornados der RAF mit 500lb (226 kg / Anm. d. Übers.) Bomben bestückt – es gab keine oder nur eine geringe Gefahr von Luftkämpfen. Aber in der vergangenen Woche hat sich die Situation geändert. Wir müssen dementsprechend darauf antworten."

Eine andere Quelle des Originalberichts beschrieb jedoch den Ernst der Lage am besten als er sagte: "Wir müssen unsere Piloten schützen, aber zur selben Zeit nähern wir uns einen Schritt weiter dem Krieg. Es wird nur eines einzigen, in einem Luftkampf abgeschossenen, Flugzeuges bedürfen, und das gesamte Bild wird sich verändern."


Quelle: http://www.zerohedge.com/news/2016-10-13/royal-air-force-pilots-ordered-shoot-down-hostile-russian-jets-over-syria


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1 Kommentar:

  1. Russische Flugzeuge feindlich? Kriegsbewaffnet in Syrien ohne Erlaubnis der international anerkannt rechtmäßigen Regierung mit Sitz in der UNO, ohne Erlaubnis des Parlamentes der Syrischen Arabischen Republik mit Sitz in Damaskus, ohne Erlaubnis der Internationalen Gemeinschaft, ohne Erlaubnis des UNO-Sicherheitsrates? Feindlich, das sind doch ganz andere.

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